Miniserie auf Arte: Auf „Nismet“ folgt Anmut
%3Aquality(70)%3Afocal(1645x900%3A1655x910)%2Fcloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com%2Fliberation%2FTJBJNGMGTFFBBPOYZGBAHOMR3A.jpg&w=1920&q=100)
Nismet, 16, lebt mit einer zerbrechlichen Mutter und einem misshandelnden und gewalttätigen Stiefvater. Eines Abends läuft sie weg und kehrt nie wieder ins Haus der Familie zurück. Wir verfolgen ihren Weg Schritt für Schritt: Sie zieht zunächst von Pflegefamilie zu Pflegefamilie, nimmt dann ihr Studium wieder auf, macht ihr Abitur, findet einen Job (Pflegekraft in einem Altenheim), hat eine eigene Wohnung, beginnt nebenbei zu strippen, um finanziell über die Runden zu kommen, die Anwaltskosten ihrer Mutter zu bezahlen – und auch, um mit Männern abzurechnen. All dies erstreckt sich über nur wenige Jahre, aber die Veränderungen und Entdeckungen sind so konzentriert, dass Nismet schnell den Charakter einer Lerngeschichte im klassischen Sinne und einer Emanzipation annimmt – zunächst im wörtlichen Sinne, da das junge Mädchen einen Antrag auf vorzeitige Emanzipation bei der Verwaltung stellt. Allerdings kann man die vier Episoden nur schwer aus der Hand legen, ohne auf erzählerische Tricks zurückzugreifen, die mit bloßem Auge erkennbar sind.
Wie so oft bei Philippe Faucon ( Fatima , die Harkis usw.) geht es um verborgenere, mysteriösere Dinge. Wir finden in Nismet diese Mischung aus Einfachheit und Wahrheit, die seine Geschichte leitet, um nur eine gewisse Reinheit wiederherzustellen, die sich jedoch nicht selbst verbietet (bi
Libération